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28.8.2018

Dr. phil. Christiane Jungius

Händels Rinaldo und seine Bedeutung für die Musikpflege in England

Einführung zur Freilichtaufführung "Rinaldo" im Hofe des Stockalperschlosses Brig durch das Kammerorchester CONCERTINO


Jungius Christiane

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) knüpfte über Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) und Johann Mattheson (1681 – 1764) erste Kontakte zur Oper. Nach Lehr- und Wanderjahren in Italien bekam  er eine Einladung an den Hof des Kurfürsten Georg Ludwig in Hannover. In London erhielt er in der Folge eine Anstellung für das Auftragswerk „Rinaldo“. Händel begründete mit diesem Werk eine Tradition der italienischen Oper in London, die 30 Jahre Bestand haben sollte. Die Referentin zeigte eindrücklich das bewegte Leben Händels in London: Zunächst arbeitete Händel am Königlichen Theater Haymarket. Nach der Gründung der Royal Academy of Music komponierte Händel für diese Institution mehrere Opern. Später führte er als sebstständiger Unternehmer im Covent Garden mehrere Werke auf. Im April 1737 erlitt Händel einen Schlaganfall und litt zeitweilig an einer Paralyse der rechten Hand. Nach einer Kur war er erneut für das King’s Theatre (Haymarket) tätig. 1739/40 wechselte er an das Lincoln’s Inn Field Theatre, wo er in der ersten Saison nur Oratorien und Konzerte dirigierte. Er versuchte auch, seinen Einfluss mit einem Gastspiel bis nach Dublin auszuweiten. Die Referentin ging im Laufe ihres Referats alsdann auf die Entwicklung der Oper allgemein ein: Ende des 16. Jahrhunderts sind erste Ansätze bei der Florentiner Camerata ersichtlich. Claudio Monteverdi (1567 – 1643) integrierte die in seinen Madrigalen erprobten Prinzipien in seine erste Oper „L’ Orfeo“ (1607). Ab 1670 wird Venedig mit der „venezianischen Oper“ zum Opernzentrum Norditaliens. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Oper zu einer Opera seria und zu einer Opera buffa. Die Opera seria arbeitet mit einem fest vorgegebenen Rollengefüge und musikalisch  mit einer Abfolge von Rezitativ und Arie. Rinaldo, die als Freilichtoper im Stockalperhof aufgeführt wird, war die erste in London komponierte Oper Händels. Das Libretto basiert auf Torquato Tassos Kreuzfahrer-Epos „La Gerusalemme liberata“. Tassos Verse dienten Aaron Hill als Vorbild für Rinaldo. Für die Komposition brauchte Händel durch Zeitersparnis des Parodieverfahrens nur etwa 14 Tage. Die Uraufführung fand am 24. Februar 1711 im Queen’s Theatre statt.

Herzlichen Dank an Frau Dr. Jungius für die interessante Darstellung der Geschichte der Oper mit besonderer Berücksichtigung des Opernkomponisten Georg Friedrich Händel und seiner Oper „Rinaldo“.

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