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5.3. und 12.3.2019

lic. phil. Michael Zurwerra

Die Scholastik und die Herausforderung der Bildung im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

 

Michael Zurwerra

An zwei Abenden führte Michael Zurwerra auf seiner Reise durch die Philosophiegeschichte eine stattliche Anzahl von Mitgliedern des Vortragsvereins durch das philosophische Denken der Scholastik. Der Ausdruck Scholastik entstammt dem lateinischen Wort „schola“ (Schule). Am zweiten Abend gab der Referent einen Ausblick in die Zukunft der Schule, wo die Künstliche Intelligenz eine grosse Rolle spielen wird.

Im christlichen Mittelalter war die Scholastik die vorherrschende Philosophie und über Jahrhunderte bis in die Neuzeit eine wichtige philosophische Geistesrichtung der katholischen Kirche. Das Frühmittelalter (2. bis 8. Jahrhundert) war noch beherrscht durch die Patristik, der Lehre der christlichen Theologie und Philosophie der Kirchenväter. Die Zeit der Scholastik kann vom 9. bis ins 15. Jahrhundert datiert werden. Es ging in der Scholastik darum, die Diskrepanz zwischen Philosophie und Religion auszugleichen. Man versuchte die christliche Lehre rational zu begründen, um dadurch die Einwände von Zweiflern an der christlichen Lehre zu entkräften.Die scholastische Methode ist u.a. gekennzeichnet durch die Gegenüberstellung von Argumenten für und wider eine bestimmte These nach der Art des pro et contra (Für und Wider) und sic et non (Ja und Nein). Der herausragende Philosoph der Scholastik im Mittelalter war Thomas von Aquin (1225-1274) mit seinem Hauptwerk, der „Summa Theologica“. Eines der zentralen Themen der scholastischen Philosophie betraf das Universalienproblem mit der Frage, ob Universalien Abstraktionen der menschlichen Vernunft sind oder ob ihnen eine ontologische Entität zukommt. Thomas von Aquin vertrat in diesem Streit eine realistische Ansicht („wenn ein Ding von dem her benannt wird, was ihm und vielen gemeinsam ist, dann sagt man, dass eine solcher Name ein Universale bezeichnet, denn der Name bezeichnet so eine vielen Dingen gemeinsame Natur oder Disposition“). Wilhelm von Ockham (1285-1347) vertrat eine nominalistische Position („jedes Universale ist ein Einzelding und daher nur von bezeichnungswegen ein Universale“). Dieser Universalienstreit wirkt sich bis in die Gegenwart aus. Der Referent konnte zudem aufzeigen, dass die Scholastik eine eigentliche Wissenschaftsrevolution auslöste und die Grundlage für die Schul- und Universitätsentwicklung darstellte. Am zweiten Abend entführte Michael Zurwerra die Anwesenden in die Zukunft der Schule bzw. kam er auf die Herausforderung der Bildung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu sprechen. Die Künstliche Intelligenz versetzt Maschinen in die Lage, aus Erfahrung zu lernen, sich auf neu eingehende Information einzustellen und Aufgaben zu bewältigen, die menschenähnliches Denkvermögen erfordern. Das „Internet der Dinge“ verändert unsere Gesellschaft auf vielfältige und auf noch kaum vorstellbare Weise. Die Digitalisierung wird in Zukunft einen eminent wichtigen Stellenwert in der Schule und in der Bildung einnehmen.

Ganz , ganz herzlichen Dank dem Referenten für zwei sehr motivierende Philosophieabende!

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