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23. und 30.1.2024

DR. PHIL. JAKOB KNAUS

MUSIK VON STRAWINSKY UND PROKOFIEW - ZWEI RUSSISCHE KOMPONISTEN

 

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Die beiden russischen Komponisten Igor Strawinsky (1882-1971) und Sergei Prokofiew (1891-1953) waren Zeitgenossen, haben aber in unterschiedlichen Weltgegenden gelebt.

Strawinskys Jugendwerke sind nicht erhalten geblieben, sie wurden entweder von ihm selbst vernichtet oder sind im Revolutionsjahr 1917 verloren gegangen. Sein erstes Werk ist sein Scherzo für Klavier 1902, in dem sein eigener Stil bereits erkennbar ist. Tonbeispiele konnten auch aus seiner Sinfonie Es-Dur 1907, Petruschka 1911, wo der Rhythmus das dominante Element darstellt , aus «feu d’ artifice» 1908 und aus «sacre du printemps» 1913 gehört werden. Bei "sacre du printemps" hat nicht die Grösse des Orchesters Anstoss erregt, sondern die Dominanz des Rhythmus und die härtesten Attacken des gesamten Bläserapparates. Strawinsky liebte den Walzer und Walzer-Takte sind in der Ballettmusik "Petruschka" zu hören. Ab Herbst 1910 kam Strawinsky jeden Herbst mit seiner Familie in die Schweiz an den Genfersee, um in Ruhe komponieren zu können. In der Schweiz lebte Strawinsky dann von 1915 bis 1920 in Morges. Während seiner Schweizerzeit komponierte er «l’ histoire du soldat» (die Geschichte vom Soldaten), die 1918 uraufgeführt wurde. Oft ging Strawinsky von Formelementen wie Tanzformen aus und er hat diese Elemente dem eigenen Stil einverleibt. So finden wiri im «l’ histoire du soldat»  den Tango, den Walzer und den Ragtime. In seiner Pariserzeit (1920-1939) hatte Strawinsky mit seinen Balletten grosse Beachtung gefunden. Das Jahr 1923 gehört zu Strawinkys Phase, die als "neo-klassische" bezeichnet wird. Er beschäftigte sich mit Barock-Musik und mit J. S. Bach, als 1923 das "Klavierkonzert mit Blasinstrumenten" entstand. Die Ballettmusik "Jeu de cartes" 1936 erinnert an Elemente aus der 8. Sinfonie Beethovens. 1939 zog Strawinsky weiter in die USA. In seiner späteren Schaffenszeit wendet er sich einer Periode mit religiös ausgerichteten Werken zu, z.B. "Vom Himmel hoch-Variationen" 1956. Strawinsky verstarb im Jahre 1971 in New York.

Prokofiew, im Dorf Sontzowka, in der Ukraine geboren, machte sich bereits mit 8 Jahren hinter eine Oper, nachdem er in Moskau «Faust», «Fürst Igor» und «Dornröschen» sehen konnte. Als 16-jähriger komponierte er eine Klaviersonate op.1 und 1908 «Suggestion diabolique» op.4. Am Konservatorium in Moskau schloss er sein Grundstudium 1909 ab und er war in den «Petersburger Abenden für zeitgenössische Musik» als Pianist aufgetreten. Der Referent erfreute seine Zuhörerschaft auch mit Ausschnitten aus dem Klavierkonzert Nr.2–Scherzo 1913. Als 22-Jähriger konnte Prokofiew eine Auslandreise nach Paris und London unternehmen. Das Revolutionsjahr 1917 verbrachte Prokofiew vorerst auf dem Land in der Nähe von St. Petersburg. In dieser Zeit spielte er mit dem Gedanken eine ganze Symphonie im Stile Haydns zu komponieren. Es resultierte die  Symphonie classique op. 25, die 1918 uraufgeführt wurde. In «Visions fugatives» schildert Prokofiew seine Fahrt über Japan nach Amerika. In Amerika komponierte Prokofiew die Klaviersonate Nr.2 und die Oper «Die Liebe zu den drei Orangen» op. 33. 1936 kehrte Prokofiew nach Russland zurück, das inzwischen die Sowjetunion war. In diesem Jahr entstand auch sein wohl berühmtestes Werk, «Peter und der Wolf», das 1936 in Moskau uraufgeführt wurde. An den Instrumenten erkennt man die verschiedenen Darsteller des Stücks. Prokofiew erfüllte mit «Peter und der Wolf» die Forderungen des «sozialistischen Realismus», nämlich die Volkstümlichkeit, das Ansprechen der Massen, die Unterstützung des kommunistischen Systems und die Darstellung des Absterbens der Bourgeoisie. Es folgten die Kompositionen Anjutka, russisches Lied op. 66 und «Frei geworden ist der Blick». Die Oper «Krieg und Frieden" entstand zwischen 1945 und 1952, aus dem ein einziges Lied im Ohr haften bleibt, das Lied des Feldmarschalls Kutusow.

Wir danken dem Referenten ganz herzlich für seine jährlichen, stets informativen, eindrücklichen, mit Musikbeispielen untermalten Ausführungen zur Musikgeschichte.

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